Flieswerk führt Gehrungsschnitte an Fliesen- und Natursteinkanten für Privat- und Gewerbekunden im Saarland, in Luxemburg und der angrenzenden Großregion aus. Ein Gehrungsschnitt – im Fachjargon auch Jollyschnitt genannt – verbindet zwei im 45-Grad-Winkel geschnittene Kanten an einer Außenecke zu einem optisch durchgehenden Übergang, ohne dass eine Metall- oder Kunststoffschiene sichtbar bleibt. Zum Leistungsumfang gehören die Prüfung des Materials auf Eignung für den Gehrungsschnitt, der maschinelle Zuschnitt der Kanten im exakten Winkel sowie die passgenaue Verlegung an Außenecken, Nischen, Fensterlaibungen und Arbeitsplatten.
Gehrungsschnitt bei Fliesen und Naturstein
Was ist ein Gehrungsschnitt?
Ein Gehrungsschnitt ist ein Schnitt im 45-Grad-Winkel entlang der Kante einer Fliese oder Natursteinplatte. Treffen zwei so geschnittene Kanten an einer Außenecke aufeinander, ergänzen sich beide Schrägen zu einer 90-Grad-Ecke ohne sichtbaren Stoß und ohne zusätzliches Bauteil. Der gebräuchliche Fachbegriff für diesen 45-Grad-Schnitt an der Fliesenkante ist Jollyschnitt.
Davon zu unterscheiden ist die Eckverbindung mit einer Abschlussschiene: Dabei wird die Fliesenkante durch ein zusätzliches Profil aus Metall oder Kunststoff abgedeckt, das im fertigen Bild sichtbar bleibt. Der Gehrungsschnitt verzichtet auf dieses zusätzliche Bauteil – die Fliese oder Natursteinplatte bildet die Kante selbst.
Gehrungsschnitt im Vergleich zur Eckschiene
- Durchgehendes Erscheinungsbild: Dekor, Maserung und Fugenverlauf setzen sich über die Ecke fort, ohne Unterbrechung durch ein Profil.
- Kein zusätzliches Bauteil: Es wird kein separates Eck- oder Abschlussprofil benötigt.
- Größere Kontaktfläche an der Fügung: Die Gehrungsnaht bietet mehr Klebefläche als ein Stumpfstoß mit Schiene.
- Höherer Bearbeitungsaufwand: Der Zuschnitt im exakten Winkel erfordert mehr Zeit und Präzision als das Einsetzen einer vorgefertigten Schiene.
Welche der beiden Lösungen im Einzelfall wirtschaftlicher oder technisch sinnvoller ist, hängt von Material, Fliesenformat und den Anforderungen am Einbauort ab.
Materialien für den Gehrungsschnitt
Gehrungsschnitte werden grundsätzlich sowohl bei Feinsteinzeugfliesen als auch bei Naturstein ausgeführt. Die Machbarkeit hängt von Materialstärke, Härte und Oberflächenbeschaffenheit ab.
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Einsatzbereiche
- Außenecken in Bädern, insbesondere an Duschnischen und Nischenregalen
- Fensterlaibungen und Wandnischen
- Ecken bei großformatigen Fliesen, bei denen jeder Übergang optisch stärker auffällt
- Kanten an Arbeitsplatten und Ablageflächen aus Feinsteinzeug oder Naturstein
Bei großformatigen Fliesen wirkt sich die Kantenbearbeitung besonders stark auf das Gesamtbild aus, da wenige, große Flächen ohnehin auf ein ruhiges Erscheinungsbild ausgelegt sind. Details dazu finden sich auf der Flieswerk-Seite zu Großformatfliesen.